CDU Marburg verurteilt Angriff auf Verbindungshaus

25.07.2018

Die CDU Marburg reagiert bestürzt auf den offensichtlich politisch motivierten Angriff auf das Haus der Landsmannschaft Nibelungia.

„Es ist erschreckend, dass einige kleine, radikale Gruppen in Marburg Gewalt als legitimes Mittel in der Auseinandersetzung sehen“, sagte Dirk Bamberger, Vorsitzender der CDU Marburg. Dass sogar der Staatsschutz in der Sache ermittelt, zeige die besondere Brisanz in dem Fall.

Mehrere kleine Gruppen im links- und rechtextremen Spektrum versuchten seit jeher, mit solchen Aktionen auf ihre Ziele aufmerksam zu machen. Wichtig sei, dass die Mehrheit der Stadtgesellschaft und der Marburger Parteien nicht auf solche Methoden hereinfalle und weiterhin eine Null-Toleranz-Linie gegen Gewalt fahre.

Jens Seipp, stellvertretender Vorsitzender, äußerte sich ähnlich: „Wir lehnen jede Form von Gewalt ab, unabhängig davon, ob da politische Ziele dahinterstecken oder eine andere wie auch immer geartete Motivation.“ Seipp verweist in der Sache auch auf einen Antragsentwurf zur Anerkennung der Leistung von Einsatzkräften, der auf Initiative der CDU-Fraktion im August in die Marburger Stadtverordnetenversammlung eingebracht wird. Im Antragsentwurf verurteilt die Marburger Stadtverordnetenversammlung Gewalt gegen Einsatzkräfte. „Sogar Feuerwehr und Rettungskräfte werden immer häufiger von oftmals schwarz vermummten Randalierern an ihrer Arbeit gehindert. Das ist eine gesellschaftliche Verrohung, die erschreckend deutlich an andere Phasen deutscher Geschichte erinnert“, ergänzte Seipp.

Die Tat ereignete sich am 17. Juli gegen 03:40 Uhr. Mehrere schwarz vermummte Täter warfen Pflastersteine in Fenster des Verbindungshauses der Landsmannschaft Nibelungia und in Fenster mehrerer auf dem Grundstück geparkter Fahrzeuge. Der Sachschaden wird auf 3000 Euro geschätzt.