CDU wählt Bamberger zum Landtagskandidaten im Wahlkreis 13

Sicherheit und Wohnraum waren die zentralen Themen in Bambergers Bewerbungsrede auf der Wahlkreisdelegiertenversammlung im TTZ.

Mit 79 von 81 Stimmen hat die CDU am 02. Februar Dirk Bamberger als Landtagskandidaten für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II aufgestellt. Bamberger kandidiert somit parallel zum hessischen Finanzminister und CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Schäfer, der eine Woche später als Kandidat der CDU für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf I gewählt worden ist.
Neben Bamberger wurde auf der Wahlkreisdelegiertenversammlung am 02. Februar im Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) auch seine Stellvertreterin Ilona Schaub mit 78 von 81 Stimmen gewählt. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses brandete tobender Applaus auf. Bamberger und Schaub wurden von der Parteibasis mit Standing Ovations gefeiert.
Der Kandidat selbst gab sich nach der Wahl kämpferisch. "Natürlich wollen wir das Direktmandat gewinnen", sagte Bamberger. "Hessen wurde die letzten Jahre unter der CDU-geführten Landesregierung bestens regiert. Ich will mithelfen, das Land auch in Zukunft optimal aufzustellen. Die Resonanz der Parteimitglieder war durchweg positiv. "Mit Dirk Bamberger stellt die CDU für die Landtagswahlen einen Kandidaten, der sowohl in Marburg als auch in Stadtallendorf tief verwurzelt und bestens vernetzt ist", sagte Roger Pfalz, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Marburger Stadtverordnetenversammlung. "Bessere Voraussetzungen für die Landtagswahlen gibt es nicht!" Auch der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Dr. Stefan Heck lobte den frisch gekürten Landtagskandidaten: "Ich glaube, dass Marburg-Biedenkopf mit Dirk Bamberger und Dr. Thomas Schäfer in Wiesbaden bestens vertreten wäre. Wir werden dafür kämpfen, dass beide CDU-Kandidaten dem nächsten hessischen Landtag angehören!"
Bamberger legte den Fokus seiner Rede auf der Wahlkreisdelegiertenversammlung auf die Themen Sicherheit und Wohnraum. "Wenn ich höre, dass meine Feuerwehrkameraden oder Sanitäter und Polizisten von Chaoten daran gehindert werden, Hilfe zu leisten und sogar Angriffen ausgesetzt sind, dann geht mein Puls auf 180", so Bamberger. "Wer Polizisten mit Raketen beschießt und Steinen bewirft, sollte ausreichend Zeit erhalten, um hinter Gittern darüber nachzudenken, ob dieses Handeln richtig ist."
Des Weiteren will sich Bamberger für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. "Wir brauchen genügend bezahlbaren Wohnraum für Studierende, Auszubildende und Alleinlebende. Aber wir brauchen auch mehr bezahlbaren Wohnraum für kleine bis große Familien", erklärte Bamberger. Das bedeute nicht zwangsweise innerstädtischen Wohnraum. Gerade Ortskerne hätten ein hohes Potenzial, das aber oft durch restriktive Denkmalschutzvorschriften zunichte gemacht werde.
Inklusion stellte das dritte zentrale Thema von Bambergers Rede dar. Inklusion und Teilhabe müsse heutzutage Standard sein - gerade in Schulen. Allerdings will Bamberger keine Inklusion um jeden Preis. "Es gibt auch Grenzen des gemeinsamen Lernens. Radikale Inklusion ist nicht nur unbezahlbar, sie würde zudem vielen Schülern schlechtere Entwicklungsbedingungen bescheren", resümierte er.
Dirk Bamberger wurde 1972 in Marburg geboren und arbeitet seit über zweieinhalb Jahrzehnten für die Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Er ist verheiratet mit Bianca Bamberger und Vater zweier Töchter. Als CDU-Oberbürgermeisterkandidat überraschte er 2015 mit dem überragenden Ergebnis von fast 40 Prozent. Ein Jahr später schaffte es die CDU unter ihrem erfolgreichen Vorsitzenden Bamberger bei der Kommunalwahl 2016, die rot-grüne Mehrheit in der Marburger Stadtverordnetenversammlung zu brechen. Seitdem ist die CDU seit langem wieder an der den Magistrat stützenden Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung beteiligt.